Klassenkassenkonto ‚Äď das beste Girokonto f√ľr die Klassenkasse finden

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Klassenkassenkonto er√∂ffnen Ein Klassenkassenkonto zu er√∂ffnen bietet sich beispielsweise an, wenn Lehrer oder Erziehungsberechtigte f√ľr ein Vorhaben der Schulklasse Geld ansparen wollen. So kann f√ľr eine Klassenfahrt gespart werden, und auch die Anschaffung von zus√§tzlichen Lehrmaterialien kann so erleichtert werden. Als Klassenkassenkonto bieten sich klassische Girokonten an. Im Idealfall handelt es sich um ein kostenfreies Girokonto.

Klassenkassenkonto Vergleich

Zahlungseingang/Monat:
Euro
EC-Karte:
  
Kreditkarte:
  
Durchschnittliches Guthaben:
Euro
an
Durchschnittliches Minus:
Euro
an
Tagen
Zahlungseingang: 0 ‚ā¨ / Guthaben: 1000 ‚ā¨ an 30 Tagen
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Reines Guthabenkonto f√ľr Gemeinschaftszwecke

Eine Klassenkasse wird h√§ufig von Schulklassen gef√ľhrt, um R√ľcklagen f√ľr gr√∂√üere Vorhaben anzusparen. Als Solches ist es ein ganz gew√∂hnliches Girokonto, dass von einem Lehrer oder Elternteil er√∂ffnet werden kann. Zwar nennt sich aus Sicht der Klasse das Girokonto Klassenkassenkonto, wird aber von den Banken so nicht vermarktet, sondern als gew√∂hnliches Girokonten f√ľr Privatpersonen angeboten. Es ist sinnvoll, mit den Eltern gemeinsam zu beschlie√üen, wof√ľr das Klassenkassenkonto verwendet wird, welche Einzahlungen get√§tigt werden k√∂nnen und welche Ausgaben davon zu tragen sind. √úblicherweise kann man ein Girokonto heutzutage bei vielen Banken direkt online er√∂ffnen.

Kostenloses Girokonto als Klassenkassenkonto eröffnen

Die Banken in unserem Vergleich bieten Girokonten f√ľr Privatpersonen an, diese werden also nicht als sogenanntes Klassenkassenkonto angeboten. Verf√ľgungsberechtigt ist daher dann nur die Person, die das Konto er√∂ffnet hat. Sie erh√§lt auch die Kontoausz√ľge, um bei Bedarf einen Nachweis √ľber Ein- und Auszahlungen zu f√ľhren. Auf Wunsch kann ein Klassenkassenkonto wie jedes gew√∂hnliche Girokonto auch wieder gek√ľndigt werden. Einen Dispositionskredit einzurichten, ist f√ľr das Klassenkonto in der Regel nicht n√∂tig, da es sich lediglich um ein Girokonto auf Guthabenbasis handelt. Somit kann das Konto als reines Guthabenkonto gef√ľhrt werden. Entsprechend ist bei der Wahl auf die Kosten f√ľr die Kontof√ľhrung zu achten. Im Idealfall w√§hlt man ein Girokonto, das keine Bedingungen f√ľr die geb√ľhrenfreie Kontof√ľhrung beinhaltet.

Fragen & Antworten zum Klassenkassenkonto

Was ist ein Klassenkassenkonto?

Das Klassenkassenkonto ist ein gew√∂hnliches Girokonto auf dem Einnahmen, etwa √úberweisungen der Eltern f√ľr Klassenfahrten oder anderweitige gemeinsame Unternehmungen, und Ausgaben der Schulklasse verwaltet werden k√∂nnen.

Wie wird ein Klassenkassenkonto eröffnet?

Die Er√∂ffnung eines Klassenkassenkontos erfolgt technisch genau so wie die normale Kontoer√∂ffnung. In einer Besprechung am besten auch in Absprache mit den Eltern wird vorab entschieden, welche vollj√§hrige Person das Klassenkassenkonto er√∂ffnen soll. Diese Person er√∂ffnet dann das Girokonto f√ľr die Schulklasse mithilfe eines Online-Kontoantrags und einer Legitimation √ľber Videoident- oder Postident-Verfahren. Sobald die Zugangsdaten vorliegen, kann das Konto f√ľr die Klasse genutzt werden.

Was sind die Voraussetzungen f√ľr ein Klassenkassenkonto?

F√ľr ein Klassenkassenkonto gibt es in dem Sinne keine Zugangsvoraussetzungen, die sich von denen f√ľr ein gew√∂hnliches Girokonto unterscheiden. Die Person, die das Klassenklassenkonto er√∂ffnet und verwaltet, muss vollj√§hrig sein und einen Wohnsitz in Deutschland vorweisen k√∂nnen.

Welche Banken bieten ein Klassenkonto an?

Bei diesen beiden Direktbanken richten Sie besonders schnell, einfach und g√ľnstig ein neues Girokonto f√ľr Ihre Klassenkasse ein: norisbank und DKB. Ihre gr√∂√üten Vorteile im √úberblick:

Norisbank Klassenkassenkonto

  • Kostenlose Kontof√ľhrung, nicht an Geldeingang gekoppelt,
  • weltweit kostenlos Bargeld abheben (Cash Group),
  • kostenlose Mastercard-Kreditkarte*,
  • deutschlandweit kostenlos Geld einzahlen an Automaten der Deutschen Bank.

DKB Klassenkassenkonto

  • Kostenlose Kontof√ľhrung,
  • weltweit kostenlos Geld abheben,
  • kostenlose Visa-Kreditkarte*.

(*) Die kostenlosen Kreditkarten sind vor allem f√ľr Klassenfahrten und Internetbestellungen hilfreich.

Au√üerdem richtigen einige Filialen der Sparkassen, Raiffeisenbanken und Volksbanken auf Anfrage ein Klassenkassenkonto ein. Jedoch sind diese nicht immer dauerhaft von der Kontof√ľhrungsgeb√ľhr befreit (siehe n√§chsten Abschnitt). Zudem sollten Sie als Lehrer oder Lehrerin sich mit einem schnellen, einfachen Prozess vertraut machen, den Sie bei Bedarf wiederholen. Denn „neue Klasse“ hei√üt „neues Konto“. Im Idealfall klicken Sie nur wenige Kn√∂pfe im Internet, um im neuen Schuljahr f√ľr die neue Klasse ein eigenes Klassenkonto einzurichten.

Wo finde ich ein kostenloses Klassenkassenkonto?

Kostenlose Girokonten gibt es fast nur noch bei den Direktbanken (siehe oben), weil sie auf schlanke Prozesse f√ľr eine Masse gleicher F√§lle setzen. Zudem unterhalten sie keine teuren Filialen am Ort. Dennoch erm√∂glichen Sie das Ein- und Auszahlen von Bargeld – ein Punkt, der f√ľr viele Klassenkonten trotz Online-Bankings wichtig ist. Die Direktbanken nutzen hierf√ľr die Geldautomaten ihrer Mutterkonzerne und/oder arbeiten mit anderen Banken zusammen.

Beispiel: Postbank, Deutsche Bank, Commerzbank und Hypovereinsbank haben die „Cash Group“ gegr√ľndet. Davon profitiert z.B. die Kunden der Direktbank norisbank. Diese k√∂nnen z.B. kostenlos in den Filialen der Deutschen Bank Bargeld einzahlen. Andere Direktbanken wie die DKB geben eine kostenlose Kreditkarte aus, um die Automaten der Bankenverb√ľnde f√ľr die Bargeldabhebung zu nutzen. √úber die Cash Group sind Auszahlungen auch an Shell-Tankstellen m√∂glich. Zudem bieten immer mehr Superm√§rkte Ein- und Auszahlungen an.

Bei manchen Banken ist die Kontof√ľhrung nur im ersten Jahr kostenfrei, wenn nicht regelm√§√üig h√∂here Summen wie zum Beispiel Gehalt eingehen. F√ľr viele Klassenkassen k√∂nnte diese Befristung ausreichen, wenn nach nur einem Schuljahr ein neuer Lehrer zust√§ndig wird oder die Sch√ľler in neue Klassen und Kurse eingeteilt werden. Sicherer ist es, ein dauerhaft kostenloses Konto bei einer Direktbank einzurichten.

Bei den Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenbanken sinkt der Spielraum der √∂rtlichen Berater, ein Konto kostenfrei zu stellen. Meist ist ihnen dies nur f√ľr eine Dauer von einem Jahr erlaubt, Tendenz fallend. Diese klassischen Ortsbanken sind immer weniger zu dauerhaft kostenlosen Girokonten bereit, selbst wenn es sich um einen „guten Zweck“ handelt. Der Trend geht Richtung einheitlicher Konten zu einheitlichen Preisen.

Tipp: Auch das Abklappern und Verhandeln mit Filialen der Sparkassen und Genossenschaftsbanken kostet Zeit und f√ľhrt nicht sicher zum gew√ľnschten Ergebnis. Die Direktbanken sind ihnen im Verh√§ltnis von Preis und Leistungen √ľberlegen. Da die Schulklasse niemals einen Haus-, Firmenkredit oder Anlagetipps braucht, bringt auch der pers√∂nliche Ansprechpartner in der Filiale keinen Vorteil, der den Aufwand rechtfertigen w√ľrde.

Sollten vor der Eröffnung eines Klassenkassenkontos Absprachen getroffen werden?

In einer Besprechung vor Er√∂ffnung eines Klassenkassenkontos sollte der Umgang mit dem Konto, Zust√§ndigkeiten, Regeln und Pflichten grundlegend gekl√§rt und bestenfalls auch schriftlich festgehalten werden. Auf diese Weise lassen sich Missverst√§ndnisse vermeiden und eine Kontof√ľhrung im Sinne der Klasse sicherstellen.

Wie kann man ein Klassenkassenkonto eröffnen?

Um ein neues Klassenkassenkonto zu er√∂ffnen, beachten Sie dieselben Voraussetzungen wie bei einem normalen (Giro-)Konto: Als Kontoinhaber m√ľssen Sie vollj√§hrig und gesch√§ftsf√§hig sein – oder brauchen das schriftliche Einverst√§ndnis Ihrer Eltern. Viele Banken setzen voraus, dass Sie Ihren Wohnsitz in Deutschland haben.

Auf eigene Rechnung

Richten Sie das Konto auf eigene Rechnung und ohne weitere „wirtschaftlich Berechtigte“ ein. Gegen√ľber Ihrer Bank wird es sich um ein normales Girokonto handeln. Tats√§chlich nutzen Sie und Ihre Sch√ľler alle Vorteile eines „verdeckten Treuhandkontos“, wie Sie hier ausf√ľhrlich lesen.

Dispo statt Guthabenkonto oft sinnvoll

Wir empfehlen, das Klassenkonto mit Dispositionsrahmen zu er√∂ffnen. Zumindest ein kleiner Dispo erleichtert die praktische Arbeit mit dem Konto: G√ľnstige Angebote f√ľr den gemeinsamen Zweck sind oft nur kurzfristig verf√ľgbar. F√ľr die Abschlussfahrt ist vielleicht eine Anzahlung ans Reiseb√ľro oder Hotel erforderlich. W√§hrend der Abschlussfahrt entstehen unvorhergesehene Ausgaben.

Zudem sind oft nur Girokonten mit Dispokredit von der Kontof√ľhrung befreit. Die Banken finanzieren sich √ľber die f√§lligen Zinsen, wenn Kunden ihre Kreditlinie nutzen. Je nach Zinssatz sollten Sie diese M√∂glichkeit nur im Notfall beanspruchen.

Ohne Dispo, also als reines Guthabenkonto entgeht dem Lehrer wom√∂glich ein kurzfristiges Angebot. Oder die Sch√ľler und Eltern m√ľssten vorab mehr Geld einzahlen als n√∂tig. Oder der Lehrer oder einzelne Eltern m√ľssten zus√§tzliches Geld auf das Konto einzahlen – dieser Privatkredit lie√üe sich zwar belegen und nachvollziehen, trotzdem f√ľhrte er zu unn√∂tigem Kuddelmuddel und Verwaltungsaufwand. Kurzfristige Ausgaben und Notf√§lle auf der Klassenfahrt oder Kursfahrt? Ein Lehrer (oder Sch√ľler) m√ľsste das Geld bar oder √ľber ein anderes Konto vorstrecken. Oder sich Geld von zu Hause transferieren lassen. Beides w√§re aufw√§ndig und schwieriger nachzuvollziehen.

Wann und wof√ľr der Kontof√ľhrende Geld vorstreckt, w√§re immer noch ihm √ľberlassen. Trotz Dispokredits k√∂nnte er s√§umige Sch√ľler von der B√ľcher-Sammelbestellung ausschlie√üen.

Welche Absprachen bzw. Regeln sollte man vertraglich festlegen bei einem Klassenkassenkonto?

F√ľr das Klassenkonto auf eigene oder fremde Rechnung ist in der Regel kein ausdr√ľcklicher, schriftlicher Vertrag zwischen den Einzahlenden und dem Einsammelnden erforderlich. Sie schlie√üen einen solchen Vertrag durch ihr Handeln: Der Lehrer fordert die Eltern und Sch√ľler in einem Schreiben dazu auf, f√ľr einen bestimmten Zweck einen bestimmten Betrag zu √ľberweisen. Dadurch ist die Rechtslage klar: Der Kontoinhaber verwaltet lediglich das Geld der Einzahlenden. Gibt er das Guthaben anderweitig aus oder wird sein Konto gepf√§ndet, muss er den Eigent√ľmern die Summe samt gegebenenfalls Zinsen ersetzen.

Aus organisatorischen Gr√ľnden ist es sinnvoll, f√ľr jede Sammlung diese drei Punkte schriftlich festzuhalten:

  • Was ist der Zweck f√ľr die Einzahlungen?
  • Was soll mit dem Geld geschehen, falls das geplante Gesch√§ft nicht stattfindet oder falls ein Sch√ľler aus der Klasse ausscheidet? Auf welche Sch√ľler- oder Elternkonten soll der Kontof√ľhrende das Geld zur√ľckzahlen? Dieser Punkt ist vor allem bei gr√∂√üeren Summen und wackeligen Vorhaben wichtig. Der Kontoinhaber sichert sich dagegen ab, dass ihm ein Nutzen durch das herumliegende Geld entsteht.
  • Bis wann muss das Geld eingegangen sein? Was sind die Folgen f√ľr Tr√∂dler oder Nichtzahler? Dies ist der gr√∂√üte Knackpunkt bei Geldsammlungen, weil die Zahlungsmoral allgemein niedrig ist. Beispiel: Wer nicht rechtzeitig √ľberwiesen hat, ist beim zentralen Buchkauf nicht dabei; er bekommt keinen etwaigen Mengenrabatt und muss sich das Buch selbst besorgen.

Wer sollte das Klassenkassenkonto beaufsichtigen und kontoberechtigt sein?

Beim Klassenkonto ist entweder ein Lehrer, Sch√ľler oder Elternteil der Inhaber. Es kann sinnvoll sein, einer weiteren Person eine Vollmacht f√ľr das Konto zu erteilen. Falls der Lehrer krank oder verhindert ist, √ľberweist der bevollm√§chtigte Sch√ľler die Anzahlung f√ľr die Abitur- oder Abschlussfahrt ans Reiseb√ľro.

Falls ein Elternteil das Konto f√ľhrt, sollte es die (Klassen-)Lehrerin oder Kursleiterin immer bevollm√§chtigen, da sie mit den Details der Anschaffungen befasst ist. Die Vorteile „Schnelligkeit, Einfachheit und √úberblick“ des Klassenkontos w√§ren sonst verloren. Kein Lehrer will sich mit einem Elternvertreter herumschlagen, nur um Zahlungseing√§nge zu √ľberwachen und eine einfache Buchbestellung zu bezahlen.

Auch zur Kontrolle und Transparenz ist ein weiterer Zugriff sinnvoll, zumindest bei größeren Geldsummen auf dem Klassenkassenkonto.

Braucht man eine Girocard und Kreditkarte zum Klassenkassenkonto?

Auch bei einem Klassenkassenkonto k√∂nnen eine Girocard und eine Kreditkarte n√ľtzlich und sinnvoll sein. Mit Kreditkarten lassen sich zum Beispiel Reisebuchungen ganz einfach bezahlen und auf Klassenfahrten besteht ein finanzieller Puffer, falls Unvorhergesehenes passiert und kurzfristig zus√§tzliches Geld ben√∂tigt wird. Die Girocard erm√∂glicht ebenfalls Kartenzahlungen und Bargeldabhebungen.

Was geschieht am Ende des Schuljahrs mit dem Klassenkonto, wenn Geld √ľbrig ist?

Wenn der kontof√ľhrende Lehrer oder Elternvertreter die Klasse verl√§sst, sollte er oder sie das Guthaben zur√ľckzahlen oder auf ein neues Klassenkonto √ľberweisen – nach klarer, schriftlicher Absprache mit den Eigent√ľmern. Das Konto hingegen beizubehalten und den Inhaber zu wechseln, ist meist zu aufw√§ndig, teuer oder seitens der Bank nicht m√∂glich.

Ist der Grund oder Zweck f√ľr das Konto weggefallen? Ist zum Beispiel die Sch√ľlerfirma beendet oder blieb nach der Abschlussfahrt Geld √ľbrig? Dann muss der Inhaber das Klassenkonto ausgleichen. Also das Geld an die Sch√ľler und Eltern zur√ľck√ľberweisen. Oder f√ľr einen wohlt√§tigen Zweck spenden, falls gew√ľnscht. Hierbei gilt kein Mehrheitsvotum: Nur wer ausdr√ľcklich zugestimmt hat, dessen Anteil darf gespendet werden. Im Idealfall haben die Geldeigent√ľmer vorab festgelegt, was nach Projektende mit einem Guthaben geschehen soll.

Wichtig: Pr√ľfen Sie, wie ein Gewinn aus dem Projekt oder dem Sch√ľlerunternehmen zu behandeln ist. Im Bekanntenkreis der Schulklasse findet sich immer ein Steuerberater oder Rechtsanwalt, der diese Fragen kostenlos beantwortet.

Tipp: Gesondertes Konto f√ľr jede Klasse einrichten

Manche Lehrer betreuen mehr als eine Schulklasse oder Kurs. Berufsschullehrer sind durchaus f√ľr drei Klassen oder Kurse zust√§ndig, da die Sch√ľler nicht t√§glich anwesend sind. Unser Tipp: Richten Sie f√ľr jede Klasse ein eigenes Konto ein. Nur so ist gew√§hrleistet, dass Sie eingehende und ausgehende Zahlungen sauber √ľberblicken und trennen. Nur die Sch√ľler der jeweiligen Klasse sind Eigent√ľmer des Guthabens auf den verschiedenen Konten.

Tipp: Neues Konto bei neuer Bank

Unser Tipp: Richten Sie ein neues Konto bei einer anderen als der bisher genutzten Bank ein.

Warum ein neues Konto? Weil Sie das Geld anderer Leute verwalten. Das ist √ľber Ihr bestehendes Girokonto nicht sauber m√∂glich. Ihre Transaktionen w√§ren schwieriger nachzuvollziehen. Sie br√§chten sich in rechtliche Schwierigkeiten, vor allem was eine Haftung betrifft (siehe oben).

Achtung: In vielen Internetforen wird ein Unterkonto des bestehenden Girokontos empfohlen. Die beschriebenen Schwierigkeiten lassen sich damit jedoch nicht lösen. Zumal viele Banken die Funktionen und Möglichkeiten eines Unterkontos beschränken, vor allem in Bezug auf Überweisungen, Bank- und Kreditkarten.

Warum eine andere Bank? Sie sch√ľtzen sich vor Fehlern, erh√∂hen Ihre √úbersicht und sparen dadurch Zeit. Wenn Sie mehrere Konten bei derselben Bank f√ľhren, unterscheiden sich die schriftlichen Mitteilungen, Kontoausz√ľge und sogar die EC-Karte nur durch die Kontonummer. Immer genau hinzuschauen und sich abzusichern, kostet Zeit. In der Praxis machen die meisten Menschen trotz aller Vorsicht (Fl√ľchtigkeits-)fehler. Es kommt sogar vor, dass sie ihren privaten Einkauf mit der falschen EC-Karte bezahlen, wenn sie an der Kasse abgelenkt sind. Ein Bankfachmann riet uns dazu, diese Gefahr nicht zu untersch√§tzen.

F√ľr was ben√∂tigt eine Klasse ein Klassenkassenkonto?

Es hat viele Vorteile und Gr√ľnde, das Geld f√ľr gemeinsame Anliegen auf einem Klassenkonto zu sammeln:

  • Laufende Spar-Zahlungen f√ľr die Abiturfahrt.
  • Zentrale Sammelstelle f√ľr die gemeinsame B√ľcherbestellung samt Mengenrabatt.
  • Einnahmen der Sch√ľlerfirma oder des Weihnachtsmarktverkaufs einzahlen.
  • Wenn die Sch√ľler Mitinhaber oder Bevollm√§chtigte des Klassenkontos sind, lernen sie den Umgang mit Geld und Konten. Auch das blo√üe Pr√ľfen der Kontoausz√ľge ist lehrreich.
  • Kein Einsammeln, Z√§hlen, Verz√§hlen, noch mal Z√§hlen, Wechseln und Nachhalten von Bargeld mehr – noch dazu w√§hrend des Unterrichts.
  • Kein Laufen zur Bank und Einzahlen des Bargelds.
  • Kein gesammeltes Bargeld geht durch Diebstahl oder Einbruch verloren – viele Lehrer berichten im Internet von solchen Erfahrungen.
  • Falls der Lehrer dennoch Bargeld annimmt, kann er es leicht und kostenlos einzahlen, auch wenn das Konto bei einer Direktbank liegt. Vor allem Banken der Cash Group sind hier zu empfehlen, eine Einzahlung ist an vielen Bankautomaten m√∂glich.
  • Zahlungseing√§nge sind √ľbersichtlich und leicht nachweisbar. Mit einem Filter nach Verwendungszweck oder Zeitraum erstellt der Kontof√ľhrer eine Liste der Sch√ľler und Eltern, die ihren Anteil bezahlt haben.
  • Kein Reiseanbieter oder Internetversand nimmt Bargeld an. Selbst wenn der Lehrer nur Bargeld bei den Sch√ľlern sammelt, m√ľsste er es auf ein Konto einzahlen und √ľberweisen.
  • F√ľr eine √úberweisung ins Ausland ist ein Girokonto erforderlich.
  • F√ľr die Einzahlung und √úberweisung das eigene, private Girokonto zu nutzen, ist rechtlich unklar bis zweifelhaft.
  • Manche Banken bieten Boni f√ľr die Kontoer√∂ffnung.

Gibt es eine Pflicht zur F√ľhrung eines Klassenkassenkontos?

Nein, kein Lehrer oder Sch√ľler ist gezwungen, ein Klassenkassenkonto zu f√ľhren. Dieses Konto erleichtert lediglich das Sammeln, Nachhalten und Ausgeben von Geld f√ľr einen gemeinsamen Zweck. Der Lehrer, ein Sch√ľler oder ein Elternteil k√∂nnte das Geld stattdessen auch bar einsammeln und aufbewahren – mit allen Nachteilen. Oder sie verzichten auf den Sammeldienst.

Wie ist die rechtliche Grundlage f√ľr ein Klassenkassenkonto?

Beim Klassenkonto ist der Kontoinhaber nicht der (einzige) Eigent√ľmer des Guthabens. Klassischerweise verwaltet der Lehrer als Kontof√ľhrer das Geld, das die Sch√ľler und Eltern √ľberwiesen haben. Er selbst zahlt meist nichts ein, also geh√∂rt ihm auch kein Cent des Gelds auf dem Konto. F√ľhrt eine Elternvertreterin das Konto, ist sie nur eine von zum Beispiel 30 Eltern oder Sch√ľlern, die alle denselben Betrag eingezahlt haben. Ihr geh√∂rt also nur ein Drei√üigstel des Guthabens, obwohl das Konto auf ihren Namen l√§uft.

Diese Eigentumsfrage ist zwischen dem Kontoinhaber und der Klasse immer gekl√§rt – entweder ausdr√ľcklich durch einen schriftlichen Vertrag oder indirekt dadurch, wie die Beteiligten handeln. Beispiel: Der Lehrer bittet die Eltern in einer E-Mail darum, ihm eine Anzahlung f√ľr die Klassenfahrt zu √ľberweisen. Die Eltern kommen dieser Bitte nach. Der Lehrer jedoch gibt das Geld f√ľr einen neuen Fernseher oder eine private Urlaubsreise aus. Er kann nicht behaupten, die Eltern h√§tten es ihm zur freien Verf√ľgung geschenkt. Er muss ihnen den Betrag erstatten. M√∂glicherweise macht er sich wegen Unterschlagung strafbar.

Der Fachbegriff f√ľr ein solches Konto, bei dem die Inhaber nicht zugleich die (einzigen) Eigent√ľmer des Guthabens sind, lautet „Treuhandkonto“. Der Lehrer f√ľhrt das Klassenkonto treuh√§nderisch f√ľr die Sch√ľler und Eltern. Ein anderer Begriff, der das Gleiche meint: Der Lehrer f√ľhrt das Konto „auf fremde Rechnung“.

In Internetforen und auf Ratgeberseiten wird h√§ufig empfohlen, der Lehrer solle f√ľr die Klassenkasse ein Treuhandkonto er√∂ffnen. Dieser Rat ist ungenau bis schlecht: Meist ist ein klassisches „offenes Treuhandkonto“ gemeint – f√ľr unseren Anwendungsfall meist zu √ľberzogen und teuer. Ein „verdecktes Treuhandkonto“ auf eigenen Namen ist g√ľnstiger und reicht vollkommen aus, wie Sie nachfolgend lesen.

Tipp: Verdecktes Treuhandkonto schlägt offenes Treuhandkonto

Es gibt offene und verdeckte Treuhandkonten. Beim offenen Treuhandkonto gibt der Lehrer im Er√∂ffnungsantrag gegen√ľber der Bank an, dass er das Konto auf fremden Namen f√ľhrt. Das Problem: Ein offizielles Treuhandkonto spielt erst ab gro√üen Geldsummen eine Rolle – f√ľr die Schulklasse v√∂llig √ľberzogen. Die Banken lassen sich dieses Extra meist etwas kosten. Direktbanken bieten es gar nicht an. Selbst die √∂rtlichen Sparkassen und Volksbanken stellen ein Klassen-Treuhandkonto allenfalls f√ľr kurze Zeit kostenfrei. Die Lage wird sich eher verschlechtern als verbessern, weil dieser Service aufw√§ndig ist und die Banken derzeit zus√§tzliche Einnahmen erschlie√üen.

Die rechtlich saubere L√∂sung ist das verdeckte Treuhandkonto: Der Lehrer oder Elternvertreter richtet ein neues Girokonto f√ľr die Klasse auf seinen Namen ein. Er gibt der Bank gegen√ľber an, er handele auf eigene Rechnung. Das stimmt zwar nicht, ist aber rechtlich kein Problem. Die Bank ist lediglich wegen der Gesetze gegen Geldw√§sche zu dieser Abfrage verpflichtet.

Nach au√üen tritt der Kontof√ľhrer also als Eigent√ľmer des Guthabens auf. F√ľr die Bank oder das Reiseb√ľro spielt es keine Rolle, in welcher Funktion er die Klassenfahrt bezahlt. Im so genannten „Innenverh√§ltnis“ – also gegen√ľber den Sch√ľlern und Eltern – ist er jedoch nur Treuh√§nder. Er ist nicht Eigent√ľmer des gesamten Guthabens, sondern nur des Anteils, den er eingezahlt hat. Dieser rechtliche Hintergrund sch√ľtzt sowohl die Schulklasse als auch den Kontof√ľhrenden.

Schutz der Geldeigent√ľmer

Es soll vorkommen, dass ein Kontoverwalter das eingesammelte Geld zweckfremd ausgibt oder es sich „leiht“, um einen wirtschaftlichen Engpass zu √ľberwinden. In diesem Fall k√∂nnte es sich um eine so genannte „Unterschlagung“ handeln und strafrechtliche Folgen haben. Mit dieser drohenden Strafe sch√ľtzt der Gesetzgeber die Geldeigent√ľmer vor Missbrauch. Au√üerdem haben sie einen rechtlichen Anspruch gegen√ľber dem Kontof√ľhrenden, dass er ihnen einen etwaigen Schaden ersetzt. Ob es sich um eine offene oder verdeckte Treuhand handelt, √§ndert nichts an diesem Schutz.

Schutz vor einer Pfändung?

Angenommen, der Lehrer hat finanzielle Schwierigkeiten und ihm werden seine pers√∂nlichen Konten gepf√§ndet. Das dortige Guthaben reicht nicht aus, um die Schulden zu tilgen. Deshalb werden s√§mtliche weiteren Konten ermittelt, die auf seinen Namen laufen. Der Gerichtsvollzieher erf√§hrt vom Klassenkonto und h√§lt es f√ľr ein normales, weiteres Girokonto des Lehrers.

Ein offenes Treuhandkonto w√§re in diesem Fall sicher vor einer Pf√§ndung gesch√ľtzt, da der Lehrer sofort erkennbar nicht der Eigent√ľmer des Guthabens ist. Doch selbst bei einer verdeckten Treuhand gehen Juristen davon aus, dass die wahren Geldeigent√ľmer gesch√ľtzt sind (so genannter „Drittwiderspruch“, vgl. mit Gegenst√§nden der Zwangsvollstreckung ¬ß 771 ZPO).

Dass es √ľberhaupt zu dieser Frage kommt, ist laut Juristen noch unwahrscheinlicher. Die Gefahr einer Pf√§ndung sei bei diesem Einsatzzweck des Kontos zu vernachl√§ssigen, vor allem bei verbeamteten Lehrern, bei kleinen Summen oder weil gr√∂√üere Betr√§ge nur kurz auf dem Konto l√§gen.

Schutz des Kontoinhabers

Ein Konto auf fremde Rechnung zu f√ľhren (offene Treuhand), sch√ľtzt auch den Kontoinhaber vor einer Haftung, Steuerpflicht oder strafrechtlichen Folgen: Das Geld auf dem Konto ist nicht sein Eigentum und was auf dem Konto geschieht, ist nicht zwangsweise von ihm gewollt. Er ist kein Nutznie√üer, falls Geld aus zweifelhaften Quellen oder unerlaubten Gesch√§ften auf sein Konto flie√üt. Er m√ľsste etwaige Ertr√§ge nicht versteuern, da sie ihm nicht zuzurechnen sind.

So weit auch hier die Theorie. Aber in der Praxis sind diese Fragen f√ľr das Klassenkonto unbedeutend. Der schlimmste anzunehmende Fall w√§re, dass die Sch√ľlerfirma Geld aus unlauteren Quellen √ľberwiesen bekommt.

Fantasievolles Beispiel: Die Sch√ľler betreiben einen Blog oder eine Internetseite mit Tipps und Strategien zu Spielen, darunter Poker und Casinospiele. Wegen der inhaltlichen N√§he binden sie Werbung f√ľr Internet-Casinos mit Echtgeldeinsatz ein. Sie haben Erfolg und bekommen Werbeprovisionen auf das Klassenkonto √ľberwiesen, das sie zu diesem Zweck angegeben haben. Diese Gl√ľcksspielwerbung ist jedoch in Deutschland verboten. Abgesehen davon, dass der Lehrer, der f√ľr die Sch√ľlerfirma oder f√ľr die Internet-AG verantwortlich ist, den Fehler der Sch√ľler h√§tte bemerken m√ľssen: Der Kontoinhaber zumindest k√∂nnte nachweisen, dass er mit den windigen Gesch√§ften seiner Sch√ľler nichts zu tun hatte und sich nicht bereichern wollte.

Ergebnis: Das verdeckte Treuhandkonto sch√ľtzt auch den Kontoinhaber genau so gut wie das offene Treuhandkonto. Es birgt keine praktische Gefahr. M√∂gliche Probleme lassen sich wie oben nur mit viel Fantasie finden und leicht aus der Welt schaffen.

Vorwurf Klassenkonto & Geldwäsche?

In manchen Internetforen ist zu lesen, der Inhaber eines Klassenkassenkontos m√ľsse sich Gedanken wegen der Vorschriften gegen Geldw√§sche machen und deshalb ein offenes Treuhandkonto einrichten. An diesem Rat ist nur richtig, dass man ein Konto auf eigene Rechnung brauchte, um selbst einen Nutzen aus einer Geldw√§sche zu ziehen. Das hei√üt im Umkehrschluss aber nicht, eine verdeckte Treuhand (oder gar keine Treuhand) sei verd√§chtig.

Geldwäsche funktioniert klassischerweise so: Ein Restaurantbesitzer zahlt den zu waschenden Geldbetrag auf sein Konto ein und weist ihn als seine eigenen Einnahmen aus dem Verkauf von Essen und Getränken aus. Seine tatsächlichen Verkäufe und Einnahmen waren niedriger. Er hat bar bezahlte Bestellungen hinzuerfunden und Schwarzgeld in die Kasse gelegt. Er versucht, die Herkunft des Gelds zu verschleiern.

Beim Klassenkonto jedoch ist immer klar und nachweisbar, welche Einzahlung aus welcher Quelle stammt. Das sind gerade die Vorteile dieses Kontos: √úberblick, Nachweis, Nachvollziehbarkeit. Selbst wenn der Lehrer Bargeld annimmt und auf das Klassenkonto einzahlt, hakt er auf einer Liste ab, von wem das Geld zu welchem Zweck stammt. Zudem geht es bei den Sch√ľlern und Eltern um deutlich niedrigere Betr√§ge, als dass Sie als Kontoinhaber sich wegen eines falschen Geldw√§sche-Vorwurfs √§ngstigen m√ľssten.

Noch mal mit √ľbertriebener Fantasie zum Verdeutlichen: Selbst wenn Sie versehentlich mehr Geld aufs Konto einzahlen, als Sie eingenommen haben. Zum Beispiel weil jemand aus unerfindlichen Gr√ľnden Ihre Geldkassette aufgeschlossen und 500 Euro hineingelegt hat. Selbst in diesem an den Haaren herbeigezogenen Fall k√∂nnten Sie immer nachweisen, dass Sie in Wirklichkeit ein Treuhandkonto f√ľhren und sich daran nicht bereichern wollten.

Vorteile und Nachteile eines Klassenkassenkontos

Vorteile:

  • Kostenlose Kontof√ľhrung,
  • Sicherheit,
  • Schnelligkeit,
  • Nachvollziehbarkeit,
  • √úberblick √ľber (fehlende) Einzahlungen,
  • viele Zahlungen sind nur per √úberweisung und Abbuchung m√∂glich,
  • Lerneffekt, falls die Sch√ľler das Konto selber f√ľhren oder Einblick haben,
  • Pr√§mie f√ľr die Kontoer√∂ffnung.

Nachteil:

Der Kontoinhaber könnte das Geld veruntreuen und nicht in der Lage oder greifbar sein, um den Schaden zu ersetzen. Diese Gefahr ist in der Praxis zu vernachlässigen, vor allem bei verbeamteten Lehrern.

Zusammenfassung zum Klassenkassenkonto

Fazit: Das Klassenkassenkonto ist ein Segen vor allem f√ľr Lehrer. Es erleichtert das Sammeln, Verwalten und Ausgeben von Geld und gibt wertvolle Unterrichtszeit frei. Es erh√∂ht die Sicherheit im Vergleich zum Bargeld. Es sch√ľtzt den Verantwortlichen und die Einzahlenden bei Haftungsfragen. F√ľr kritische Eltern l√§sst sich auf Knopfdruck jeder Nachweis erstellen.

Unsere wichtigsten Tipps f√ľr Ihr neues Klassenkonto:

  • Achten Sie auf eine kostenlose Kontof√ľhrung, zumindest im ersten Jahr.
  • Richten Sie das neue Konto „auf eigene Rechnung“ ein. Tats√§chlich aber handelt es sich um ein verdecktes Treuhandkonto.
  • Gr√ľnden Sie ein neues Konto bei einer anderen Bank.
  • Richten Sie f√ľr jede Schulklasse ein eigenes Konto ein.
  • vW√§hlen Sie kein Guthabenkonto, sondern ein Girokonto mit Dispo-Rahmen.
  • W√§hlen Sie sicherheitshalber eine kostenlose Kreditkarte, vor allem f√ľr die Klassenreise ins Ausland.
  • Direktbanken sind g√ľnstiger und schneller zu er√∂ffnen, als wenn Sie bei jeder √∂rtlichen Sparkasse, Volksbank oder Raiffeisenbank um Sonderbehandlung feilschen.
  • Kostenloses Einzahlen und Auszahlen von Bargeld (auch bei Direktbanken √ľber Tankstellen, Superm√§rkte und Bankautomat-Kooperationen).
Girokonto f√ľr die Klassenkasse beantragen