Kostenlos Geld abheben in Europa

In den Ländern Europas ist Geldabheben denkbar einfach. Die meisten Kontoinhaber mit Konten bei einer deutschen Bank verfügen über die Girokarte und je nach Konditionen und Bonität auch über eine Kreditkarte. Die Girokarte trägt üblicherweise ein Maestro-Logo und ermöglicht damit Bargeldverfügungen weltweit und in den Ländern Europas. Mit einer Kreditkarte ist noch mehr Flexibilität gegeben, denn Verbraucher können je nach den Konditionen des Anbieters die Euro-Währung gebührenfrei an den Geldautomaten in den Ländern der Europäischen Währungsunion mit dem Euro als offiziellem Zahlungsmittel abheben. Selbstverständlich kann man auch ohne Bargeld in Europa gut zurechtkommen, denn die Zahlung ist in vielen Geschäften, Hotels und Restaurants mit der EC-Karte oder der Visa- oder MasterCard-Kreditkarte möglich. Hierzu beachtet man das jeweils ausgehängte Logo für die bevorzugte Zahlungsart. Durch die dichte Besiedelung gibt es nahezu überall, zumindest aber in Städten und touristisch erschlossenen Gebieten, schnell erreichbare Geldautomaten, an denen man sich mit Bargeld eindecken kann.

Der Euro ist in diesen 19 EU-Ländern Europas offizielle Währung:

  • Belgien
  • Deutschland
  • Estland
  • Finnland
  • Frankreich plus das Überseegebiet Französisch-Guayana, die Inseln Réunion, Mayotte, Martinique und Guadeloupe
  • Griechenland
  • Irland
  • Italien
  • Lettland
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malta
  • Niederlande
  • Österreich
  • Portugal plus Madeira und Azoren
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien plus Kanaren, Ceuta und Melilla
  • Zypern

Die Euro-Noten und Münzen

Die Euro Währung wird in 1, 2, 5, 10, 20, 50 Cent Münzen ausgegeben. Daneben gibt es 1 und 2 Euro Münzen. Die Banknoten sind beim Euro in folgender Stückelung zu haben: 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro. Zieht man größere Bargeldwerte aus dem Automaten sollte man beachten, eine möglichst kleine Stückelung zu wählen. Mit einem 500 Euro Schein bekommt man schnell Schwierigkeiten, denn eine Note in dieser Größe kann nicht in allen Geschäften gewechselt werden. Teilweise wird die Annahme von 500 und 200 Euro Scheinen aus Sicherheitsgründen sogar ganz abgelehnt. Am praktischsten sind 100 oder 50 Euro Noten, diese Stückelung lässt sich am Automaten vielfach auswählen und sollte bevorzugt werden.

Wo kann man wechseln?

Wechseln kann man bei den Banken oder in Wechselstuben, die sich meistens an Flughäfen oder Bahnhöfen befinden. Für Busfahrten sollte man kleinere Euro-Noten bis 10 Euro oder besser Münzen bereit halten, denn auch hier ist sonst in einigen Ländern Europas keine Beförderung möglich. Eine Kartenzahlung ist im öffentlichen Nahverkehr in den Ländern Europas nicht überall möglich.

Nicht alle Länder in der EU haben den Euro als Währung

Dänemark und Großbritannien sind zwar Teil der Europäischen Union, dennoch haben sie bisher nicht den Euro als offizielles Zahlungsmittel. Sinnvoll ist hier ein Bargeldbezug mit der Giro- oder der Kreditkarte an Geldautomaten vor Ort. So lassen sich Wechselkursgebühren einsparen. Für den Einsatz der Kreditkarte wird allerdings von einigen Anbietern eine Gebühr für den Auslandseinsatz berechnet. Verbraucher finden Informationen in ihren jeweiligen Kartenkonditionen oder bei der ausgebenden Bank.

  • Dänemark: In Dänemark ist die Dänische Krone offizielle Währung. Bei Zahlung oder Bezug am Geldautomaten kann die Umrechnung zum Euro gewählt werden. Es fallen Wechselkursgebühren an.
  • Großbritannien: In Großbritannien zahlt man mit dem Pfund Sterling. Entweder zieht man vor Ort direkt Pfund Sterling aus dem Automaten oder man wechselt an Flughäfen, Bahnhöfen oder Wechselstuben zum jeweiligen Kurs plus Gebühren.
  • Bulgarien: Die Landeswährung ist Lew. Ein Lew entspricht 100 Stotinki
  • Kroatien: Landeswährung Kuna entspricht 100 Lipa
  • Polen: 1 Zloty sind 100 Groszy
  • Rumänien: Rumänischer Leu, davon entsprechen 100 Bani einem Leu
  • Schweden: Schwedische Krone, wovon 1 Schwedische Krone 100 Öre entspricht
  • Tschechien: Währung ist die Tschechische Krone, die 100 Haleru ergibt
  • Ungarn: Forint, ein Forint entspricht 100 Filler

Europäische Länder außerhalb der Europäischen Union und deren Währungen

  • Albanien, Währung Lek, 1 Lek sind 100 Qindarka
  • Andorra, Währung Euro
  • Belarus, Weißrussischer Rubel, der 100 Kopeken ergibt
  • Bosnien Herzegovina, Währung Konvertible Mark
  • Färöer (DK), Färöische Krone sind 100 Oyrur
  • Gibraltar, Gibraltar-Pfund. Ein Pfund sind 100 Pence, Euro wird aufgrund der zahlreichen Tagestouristen aus Spanien überall akzeptiert
  • Grönland (DK) Dänische Krone, sind 100 Øre
  • Guernsey (GB) Guernsey-Pfund, 100 Pence
  • Island, Isländische Krone, 100 Aurar
  • Isle of Man (GB) Manx-Pfund, 100 Pence
  • Jersey (GB)Jersey Pfund, 100 Pence
  • Liechtenstein, als Währung werden Schweizer Franken akzeptiert. Ein Schweizer Franken entspricht 100 Rappen
  • Mazedonien, Mazedonischer Denar, ein Denar sind 100 Deni
  • Moldawien, Moldawischer Leu, wobei 1 Leu 100 Bari entspricht
  • Monaco, Euro
  • Montenegro, Euro
  • Norwegen und Spitzbergen haben als Währung die Norwegische Krone. Eine Norwegische Krone ergibt 100 Øre
  • San Marino, Euro
  • Schweiz Landeswährung Schweizer Franken
  • Serbien, Serbischer Dinar, entspricht 100 Para
  • Staat Vatikanstadt, Euro
  • Ukraine Hrywna, 1 Hrywna ergibt 100 Kopeken

Vor der Reise das Bargeld-Limit für den Zielort abklären

Im Idealfall spricht man vor dem Aufenthalt im Ausland mit der eigenen Bank, um abzuklären, welche Summe maximal aus dem Automaten am Zielort gezogen werden kann. Denn hier gibt es aus Sicherheitsgründen Beschränkungen. In einem Gespräch lässt sich die Summe sinnvoll an den Auslandseinsatz anpassen. In der Regel finden sich überall in Europa Geldautomaten in nächster Umgebung, zum Beispiel an Flughäfen, Bahnhöfen, in Städten, Shoppingcentern, Banken und Tankstellen.

Geldautomaten an Ihrem Reiseort können sie hier ermitteln:

Automaten für Bargeldabhebungen mit der Maestro-Karte Geldautomaten für Visa-Kreditkarten Geldautomaten für MasterCard-Kreditkarten
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